Was keltische Kunst bezeichnet wird, ist meist im "La-Têne-Stil" gefertigt, der weit gehend abstrakte Stil der geschwungenen Linien erscheinen vielen Menschen fremd und geheimnisvoll.
Dem La-Têne-Stil ging die Hallstatt-Kunst voraus, meist Ton- und Metallarbeiten mit einfachen geometrischen Mustern wie Zickzack-Leisten und Querbänder, seltener Tier- und Personendarstellungen.

Durch den Import von Metall- und Keramikgegenständen aus dem Mittelmeerraum kamen die Hallstattkünstler mit griechischen und etruskischen Figuren und Mustern in Berührung, was zu einer Synthese mit der Hallstatt-Kunst und dem sich daraus entwickelnden La-Têne-Stil führte.

Die keltischen Künstler ahmten die Formen und Muster nicht einfach nach, sondern reinterpretierten sie und schufen eine neue Form und Verzierung. Besonderes Gewicht wurde auf Pflanzen- und Blütendarstellungen gelegt, menschliche Gestalten blieben selten, ausgenommen von oft bis zur Unkenntlichkeit verzerrter Gesichter.
Das besondere Merkmal der La-Têne-Metallarbeiten aus Gold und Bronze (Silber seltener) sind leuchtende Farben, Korallen- und Glasintarsien und später vielfarbige Emaille. Wie viele andere Kulturbereiche der Kelten zeichnete sich auch der La-Têne-Stil durch Vielfalt statt Standardisierung aus.

Auf Gegenständen des persönlichen Gebrauchs wie Schmuck, Spiegel, aufwändig gefertigte Waffen sowie Pferdegeschirre und Fahrzeugbeschläge kamen die Verzierungen zu den meisten Anwendung. Die Kunst der Kelten war mit dem Lebenstil und Wünschen des herrschenden englischen Adels verbunden. Reichtum und Geschmack des Besitzers sollte auf Festveranstaltungen zu Schau gestellt werden.