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Meine steile musikalische Karriere begann wie
es , wenn nicht sogar dutzenden anderen Kindern auf dieser
Welt erging- an der Blockflöte. Leidtragender meiner Darbietungen
war immer der Familienkreis, der es aber auch nicht anders haben
wollte...
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Mit süßen
16 Jahren also in meiner Rebellenzeit-
begeisterte mich eine neue Möglichkeit des Musizierens: Das
Schlagzeugen. Oder Drumming auf neudeutsch. Dadurch weitete ich
den Kreis meiner Zuhörerschaft auf die Nachbarn aus, die auch
prompt das erste richtige Feedback lieferten. Seitdem liegt mir
der Kontakt und die Kritik meines Publikums sehr am Herzen... Da
die mit Kumpeln aus der Konfimantenzeit ins Leben gerufene Formation “Ladies
First³ aber eigene Wege ging und der Druck der öffentlichkeit
zu groß wurde, sattelte ich von Drums über E-Gitarre
(zu viele Saiten!) auf den Elektrostrom-Baß um und spielte
in diversen Bands, die leider nur äußerst selten den
Proberaum zum Musizieren verließen.
Und dann geschah es:
Bei einem Konzert von InExtremo 1999 begeisterte mich der Sound
des Dudlers so ungemein, dass ich mich mit den Jungs traf und mir über
das Sackblasen Infos zog. Dann zog ich los und kaufte mit ein Practice
Set mit Sack, CD und Buch und übte fleißig, die Ergebnisse
waren aber nicht der Brüller. Und da es mich aus beruflichen
Gründen zu dieser Zeit aus dem Hinterland nach Frankfurt verschlug,
wurde der Sack in einem Karton verpackt und geriet in Vergessenheit.
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Durch die viele Arbeit entging mir fast, dass
meine neue Wohnung weder Telefon, Radio oder TV hatte. Irgendwie
war mir abends langweilig...und da juckte mich eben wieder der
Sack (Ihr wisst schon, welcher! Ihr Schelme...), also begann
ich wieder zu spielen. Meine direkte Nachbarschaft war hellaufbegeistert!
Familie Köhler freute sich jedes Mal, wenn irgendwelche
musikalischen Fortschritte zu hören waren. Eines Tages
schoben sie mir kommentarlos einen Zeitungsausschnitt mit der
Anzeige eines Dudelsacklehrers unter der Tür durch. Bis
heute weiß ich nicht, ob sie das in meinem oder ihrem
Interesse getan haben. However, so lernte ich Thomas Zöller
kennen, der mir und mit mir manchen Marsch geblasen hat und
heute einer meiner liebsten Freunde ist. Durch sein Engagement
und seine Geduld machten meine Blasekünste so große
Fortschritte, dass die Leute anfingen, mir Geld dafür
zu bezahlen, dass ich spielte und nicht, dass ich aufhörte.
Das gab mir zu denken... Nebenbei wurde ich auf die Historie
des Dudelsacks neugierig, besuchte mehrere Male Schottland
und verlor mein Herz an das Land, die Leute und natürlich
an das Dudeln. |
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Mittlerweile habe ich auf vielen Festlichkeiten
gespielt, auch zwei Auftritte mit der sind
es schon dabei gewesen. Ich bin käuflich, also bucht mich.
Glaubt mir, der Mann im Schottenrock mit dem Dudelsack ist das
Highlight auf Eurer Party! |
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Eine kleine Anekdote: |
In meiner Frankfurter
Zeit hatte ich meinen ersten richtigen Auftritt mit einigen Gleichgesinnten
auf einer Kappensitzung vor gleich 600 erwartungsfrohen Zuschauern.
Eigentlich waren wir in der Dudelgruppe acht Leute, auf der Bühne
waren es auf einmal nur noch vier, von denen zwei vor lauter Aufregung
während des Spielens ausstiegen. Toll. Mich überfiel
eine heftige Panik, die Knie zitterten und ich bis mir die Zähne
beim Spielen aus. Und das meine ich nicht sprichwörtlich!
Zum Glück war noch genug Luft im Sack, sodaß immer noch
Töne rauskamen. Und meine beiden Schneidezähne landeten
IM Sack! So staunte mein letzter Mitdudler nicht schlecht, als
ich ihm hinter der Bühne die Zähne in meinem Sack zeigte.
Dank des zahnärtzlichen Notdienstes ging es mit dem Dudeln
am nächsten Abend gleich weiter. Was haben die gelacht. Das
hört sich komisch an, war aber so... |
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